Lebenslauf vs. Englischer CV:
Die kritischen Unterschiede
Wer sich auf eine internationale Stelle bewirbt, neigt dazu, seinen deutschen Lebenslauf einfach Wort für Wort ins Englische zu übersetzen. Ein schwerer Fehler. Im anglo-amerikanischen Raum gelten völlig andere Regeln, Gesetze und Erwartungen.
⚠️ Das automatische Aus
In den USA und Großbritannien gelten extrem strenge Antidiskriminierungsgesetze. Wenn Ihre Bewerbung Daten oder Elemente enthält, die gesetzlich geschützt sind, sortieren Personalabteilungen Ihren CV oft sofort ungelesen aus, um sich rechtlich abzusichern.
Der direkte Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Informationen im deutschen Standard-Lebenslauf Pflicht sind, im englischen CV jedoch strikt verboten gehören:
| Kategorie | Deutscher Lebenslauf | Englischer CV / Resume |
|---|---|---|
| Bewerbungsfoto | Standard & erwartet | Strikt verboten (Ausnahme: Schauspiel/Model) |
| Geburtsdatum & Alter | Üblich | Strikt verboten (Ageism-Schutz) |
| Familienstand | Häufig genannt (ledig/verheiratet) | Strikt verboten |
| Fokus der Inhalte | Chronologisch, lückenlos, zertifikatsbasiert | Ergebnisorientiert (Erfolge & messbare Daten) |
| Länge | Gerne 2–3 Seiten + Anhänge | Maximal 1–2 Seiten (Prägnanz zählt) |
Was stattdessen hineingehört: "Achievements" statt Pflichten
Ein deutscher Lebenslauf beschreibt meistens Aufgaben ("Zuständig für das Marketingbudget"). Ein englischer CV hingegen muss Erfolge verkaufen ("Managed a $50k marketing budget, delivering a 25% increase in ROI").
Nutzen Sie anstelle von passiven Beschreibungen immer aktive englische Verben ("Action Verbs") wie spearheaded (federführend geleitet), optimized (optimiert) oder streamlined (effizienter gestaltet).
Bereit für den nächsten Schritt?
Im zweiten Teil unserer Serie zeigen wir Ihnen die perfekte Struktur des englischen CVs inklusive der wichtigsten "Power Verbs" für Ihre Bullet Points.
Teil 2: Layout & Phrasen aufrufen